Keine Zeit im Alltag - unser größtes Hindernis Für leichtigkeit?

Die to do Liste ist endlos - Kind(er) zur Betreuung bringen, Wäsche, Einkauf und kochen, Hausaufgabenbegleitung, Job, aufräumen, .... - und der Tag ist gefühlt bitzschnell vorüber.
"Oh man, ich habe nicht mal alles geschafft, was ich heute erledigen wollte."
"Wo ist die Zeit hin???"
"Klar, Kind und Haushalt sind versorgt, aber auf die Yogamatte/zum Sport habe ich es wieder nicht geschafft..."
"Eigentlich wollte ich doch wieder mit dem Meditieren anfangen - aber ich hatte heute einfach keine Zeit dafür und jetzt ist es schon so spät und ich bin so müde."
"Mit meinem Partner habe ich heute noch keine 5 Sätze gewechselt, die nichts mit irgendwelchen organisatorischen Dingen zu tun hatten. Jetzt ist der Tag zu Ende und keiner hat mehr die Energie für ein Gespräch."
"Mein neues Buch liegt auch schon wochenlang auf dem Couchtisch - aber musste ich schon an so vieles denken, ich will jetzt einfach noch ein paar Minuten auf dem Handy scrollen."
Wer kennt's nicht?
Die Tage vergehen im Schnelldurchlauf, wir ertrinken in to dos und für uns selbst bleibt erst recht keine Zeit. Soziale Kontakte? Passen auch nicht in den Zeitplan. Und meistens sind abends immer noch ein paar to dos auf der Liste, die wir noch nicht abgehakt haben.
Wir haben einfach keine Zeit.
Keine Zeit im Alltag für
Pausen
Sport, Yoga, Bewegung
die Dinge, die uns Spaß machen und Freude bringen
uns selbst
Zweisamkeit mit unserer Partner:in
all die Dinge, die nichts mit unseren "Alltagspflichten" zu tun haben

Aber wer beschließt eigentlich, was jeden Tag getan werden muss? Wer priorisiert?
Und warum haben wir absolut gar keine Zeit für die Dinge, die wir eigentlich am meisten benötigen, um unsere Energie zu halten (u.a. für all die vielen to dos)?
Zu allererst lohnt es sich, die to dos einmal genauer anzuschauen:
Sind das wirklich alles "meine" to dos oder versuche ich, damit einem perfekten Rollenbild zu entsprechen?
Denke ich, dass ich immer frisch kochen, 3x die Woche nass wischen, täglich aufräumen muss, etc. weil ich nur dann eine "gute Mutter/Eehefrau/..." bin?
Vergleiche ich mich unbewusst mit anderen Personen? Mit Freund:innen, Menschen auf social media, ...?
Wer definiert eigentlich "perfekt"? Und schafft man das überhaupt - alles perfekt zu machen?
Habe ich diese "Pflichten" auf meine Liste übernommen, weil ich es so gelernt habe? Sind das Dinge, die gesellschaftlich gewünscht sind oder die ich von meinen Eltern übernommen habe? Entsprechen sie überhaupt meinen Werten oder sind darunter Punkte, die ich eigentlich überhaupt nicht wichtig finde - aber "man macht das halt so"?
Warum stehen die Dinge, die mir gut tun und Freude bereiten, ganz unten auf der Liste? Vielleicht stehen sie auch gar nicht drauf?!
Wer sagt, dass es wichtiger ist, die Wäsche zu waschen als ein Pause zu machen und deinem Körper (und Gehinr!) eine Pause zu gönnen?
Wieso fallen diese Punkte immer ans Ende des Tages - wo eigentlich klar ist, dass dir die Energie fehlt für Sport oder Dinge, die für die du dich konzentrieren musst (z.B. das Buch zu lesen oder zu meditieren)?
Wer priorisiert hier? Du oder deine antrainierten Werte/Glaubenssätze?
nochmal zum ersten Punkt: Klar braucht jede:r saubere Wäsche - aber wenn du heute die Waschmaschine nicht anmachst, dann haben bestimmt alle Personen in deinem Haushalt für morgen trotzdem noch saubere Wäsche im Schrank, oder? Oder "macht man das halt einfach nicht", den vollen Wäschekorb stehen lassen?
Und dann darfst du noch einen Blick auf deine Tagesstruktur werfen:
Plane ich realistisch? Sind die to dos überhaupt machbar in dem Zeitraum?
Habe ich unvorhergesehene Situationen einkalkuliert? Einen Puffer, falls etwas länger dauert?
Passe ich die Aufgaben an meinen Tagesablauf an oder muss ich meinen Tag an meinen to dos ausrichten?
Wann am Tag habe ich die meiste Energie und habe ich dort auch Raum für die anstrengendsten to dos?
Habe ich Pausen eingeplant?

Letztendlich spielen in die Bewältigung deines Alltages so viele Faktoren mit ein, dass es hier nicht den einen guten Plan gibt.
Es gibt nur DEINEN Plan.
Und wenn du dir die oben gestellten Fragen einmal ehrlich beantwortest, dann bist du der Erstellung deines Plans schon näher.
Wir können die Zeit, die wir jeden Tag zur Verfügung haben, nicht beeinflussen. Aber wir können beinflussen, wie wir sie am besten für uns nutzen können. Und zwar zu allererst für uns selbst. Denn:
You can`t pour out of an empty glass.





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